Immobilieninvestmentmarkt Frankfurt: Liquidität für große Objekte bleibt gering
Im 1. Halbjahr 2026 wurden laut Savills rund 320 Mio. Euro am Frankfurter Immobilieninvestmentmarkt umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg von 9 %. Im Vergleich zum 10-Jahresmittel fiel der Umsatz 82 % geringer aus. In den letzten zwölf Monaten hat Savills etwa 20 Transaktionen registriert – 10 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Spitzenrenditen für Büros und Geschäftshäuser lagen Ende Juni bei 4,5 % bzw. 4,3 % und sind damit unverändert gegenüber dem Vorquartal und ebenfalls unverändert gegenüber dem Vorjahreswert.
Sebastian Stein, Director Investment bei Savills in Frankfurt, kommentiert das Marktgeschehen wie folgt: „Das prägende Thema des zweiten Quartals war eine Transaktion, die letztlich nicht zum Abschluss kam: der abgebrochene Verkauf des Opernturms. Damit verdeutlicht ausgerechnet der wohl prominenteste Verkaufsprozess am deutschen Investmentmarkt die Herausforderungen, mit denen Marktteilnehmer in Frankfurt derzeit konfrontiert sind: Transaktionen sind häufig komplex, entsprechend langwierig und ihr erfolgreicher Abschluss bleibt oftmals bis zuletzt ungewiss. Insbesondere bei großvolumigen Investments sind Liquidität und vor allem Eigenkapital nach wie vor knapp. Vor diesem Hintergrund erfordern Transaktionen von allen Beteiligten ein hohes Maß an Geduld und Ausdauer. Umso gespannter dürfte der Markt den nächsten potenziellen Landmark-Deal – One GoethePlaza – verfolgen.“
Mit einem Transaktionsvolumen von 490 Mio. Euro haben Büroimmobilien in den letzten zwölf Monaten am meisten zum Investmentumsatz in Frankfurt beigetragen, gefolgt von Wohnimmobilien* (ca. 230 Mio. Euro) und Handelsimmobilien (ca. 50 Mio. Euro).
* Nur Objekte mit mindestens 20 Wohneinheiten
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