Bürovermietungsmarkt in Düsseldorf Q2-2026: Selektiver Markt zwischen Qualitätsnachfrage und steigenden Leerständen
- Flächenumsatz von 94.500 m² (- 4 % ggü. Vorjahresperiode)
- Spitzenmiete stabil bei 46,00 EUR/m²
- Ausblick: Flächenumsatz auf Vorjahresniveau erwartet
Im 1. Halbjahr 2026 betrug der Flächenumsatz am Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt 94.500 m². Dies entspricht einem Rückgang von 4 % gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt fiel der Umsatz 34 % geringer aus.
Die Leerstandsquote stieg im 2. Quartal 2026 auf 9,0 %. Das entspricht einem Plus von 30 Basispunkten gegenüber dem Vorquartal und von 120 Basispunkten gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Spitzenmiete blieb mit 46,00 EUR/m² auf dem Niveau des Vorquartals. Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg sie um 5,7 %. Die Medianmiete belief sich auf 18,30 EUR/m² und lag damit 3,7 % unter dem Niveau des Vorquartals, übertraf den Wert des Vorjahresquartals jedoch um 6,1 %.
Dennis Meyerhoff, Director und Teamleader Office Agency bei Savills in Düsseldorf, berichtet: „Der Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt bleibt im ersten Halbjahr 2026 verhalten. Die wirtschaftliche Unsicherheit führt dazu, dass viele Unternehmen abwarten. Der Bedarf ist vorhanden, doch die Bereitschaft, sich langfristig zu binden, ist gering. Aktuell werden vor allem Abschlüsse bei modernen Flächen in neueren Gebäuden mit einer Größe zwischen 500 und 1.500 Quadratmetern getätigt. Daneben bleiben einige größere, zentral gelegene Objekte gefragt, vor allem bei Beratungsunternehmen, die für hochwertige Flächen höhere Mieten akzeptieren. In weiten Teilen des übrigen Angebots ist die Nachfrage deutlich geringer. Betroffen sind periphere Lagen oder veraltete Flächen. Zwar werden Eigentümer flexibler, doch können sie Lage- und Qualitätsdefizite nicht allein über die Konditionen ausgleichen. Deshalb dürften die Leerstände weiter steigen, während für gute, zentrale Flächen höhere Mieten durchgesetzt werden können.“
Savills erwartet für das Jahr 2026 einen Flächenumsatz auf Vorjahresniveau sowie einen leichten Anstieg der Spitzenmieten.
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