Commerz Real verlängert Nutzungsvereinbarung mit Galeria am Berliner Alexanderplatz
- Verlängerung bis 31. März 2027 und Appell an Eigentümer der Warenhauskette
- Verhandlungen über Einzug der Zentral- und Landesbibliothek unter Leitung von Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson
- Dank an Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey für Engagement und Betonung der guten Zusammenarbeit
- Chance für deutliche Aufwertung des Alexanderplatzes
Die Commerz Real hat die Nutzungsvereinbarung mit Galeria über das Warenhaus am Berliner Alexanderplatz vom 1. September 2026 bis zum 31. März 2027 verlängert. Wie die Sachwerte-Tochter der Commerzbank mitteilte, soll dadurch ausreichend zeitlicher Spielraum für die weiteren Verhandlungen über die Machbarkeit einer Kombination aus Galeria und Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) gewonnen werden. Diese laufen aktuell unter Federführung von Sarah Wedl-Wilson, Senatorin für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Wir freuen uns, dass auch Frau Senatorin Giffey diesen Ansatz aktiv mitträgt, danken ihr ausdrücklich für ihr bisheriges Engagement und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“, betont Mario Schüttauf, Geschäftsführer der Commerz Real Investmentgesellschaft, zu deren Portfolio die Immobilie gehört.

Als Zeichen des guten Willens habe die Commerz Real eingewilligt, für die Zeit der Nutzungsvereinbarung mit der Miete wieder auf die 2025 vereinbarte und aktuell geltende Höhe zurückzugehen. Gleichzeitig appelliert der Vermögensverwalter an die Eigentümer des Düsseldorfer Warenhauskonzerns, stärker als bisher ihrer Betreiberverantwortung nachzukommen, zum Beispiel bei Instandhaltungen und dringend notwendigen Renovierungen. „Zudem erwarten von den Gesellschaftern signifikante strategische Investitionen in die Modernisierung des Einzelhandelskonzeptes, dies auch als klares Bekenntnis für den Standort Alexanderplatz“, so Schüttauf weiter.
Zu den Zielen der Commerz Real erläutert der Manager: „Wir wollen den Warenhausstandort gemeinsam mit Galeria deutlich weiterentwickeln, um ihn dauerhaft in eine profitable Zukunft zu überführen und somit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine echte Perspektive zu geben“. Gemäß der langfristig ausgerichteten Investmentstrategie sehe das Konzept eine Mischnutzung vor, welche die Tradition des Warenhauses an dem Standort angesichts der neuen Shopping-Gewohnheiten (Stichwort: Online-Handel) weiterentwickelt und sie um eine kulturelle Nutzung erweitert. Insgesamt soll der gesamte Komplex eine lebendige Mischung aus Arbeit, Kultur und Shopping bieten. „Seit unsere Pläne bekannt wurden, bekommen wir nahezu täglich Anfragen von Einzelhandelsunternehmen, die daran partizipieren möchten“, unterstreicht Schüttauf.
Gleichzeitig verfolgt das Management der Commerz Real den Ansatz, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt zu leisten. Eine zusätzliche kulturelle Nutzung wie beispielsweise die ZLB würde diesen Stadtentwicklungsbeitrag leisten, würde sie doch auf das unmittelbare Umfeld des Alexanderplatzes ausstrahlen und so eine positive Veränderung der Besucherzusammensetzung sowie damit auch der dortigen Atmosphäre befördern. „Die Weiterentwicklung des Warenhaus-Komplexes kann und sollte nicht isoliert von der Gesamtsituation des Alexanderplatzes sowie des unmittelbaren Umfeldes betrachtet werden“, betont Schüttauf. Deshalb engagiere sich die Commerz Real im Rahmen der Initiative des Stadtbezirks Mitte gemeinsam mit weiteren Eigentümern der Anrainergebäude für die Schaffung eines sogenannten „Business Improvement Districts“. Ziel soll es sein, Ideen zur Weiterentwicklung auch dieses zentralen und für Berlin wichtigen Areals zu entwickeln.
Das Galeria Warenhaus gehört zum Komplex „The Berlinian“. Kürzlich feierte die Commerz Real im Beisein von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner das Richtfest für den angrenzenden Büroturm als erstes der neuen Hochhäuser am Alex.
