Wohnen | Projekte

Nöfer Architekten vollenden gemeinsam mit Kondor Wessels Wohnensemble in Berlin-Köpenick

120 Wohnungen nach Plänen von Nöfer Architekten in der Hämmerlingstraße fertiggestellt – Neubau nimmt charakteristische Elemente des gewachsenen Köpenicker Stadtbildes auf

Berlin-Köpenick, 15.09.2026

In Berlin-Köpenick ist nach Plänen von Nöfer Architekten ein neues Wohnensemble mit 120 Wohnungen fertiggestellt worden. Auf dem spitzwinkligen Grundstück zwischen Hämmerlingstraße und Annenallee entwickelte und realisierte die Kondor Wessels Wohnen Berlin GmbH für den Investor DW Property eine rund 15.500 Quadratmeter Bruttogrundfläche umfassende Bebauung, die sich mit unterschiedlichen Gebäudetypologien in die heterogene Struktur des gewachsenen Quartiers einfügt. Nöfer Architekten verantworteten die Entwurfs- und Ausführungsplanung.

Das Grundstück an der Hämmerlingstraße 132-136 liegt in der nördlichen Innenstadt Köpenicks in einem städtebaulich besonderen Umfeld. Wohnhäuser des 19. Jahrhunderts treffen hier auf Bauten aus den 1920er-Jahren und kleinteiligere Strukturen. Der Entwurf von Nöfer Architekten greift diese unterschiedlichen Maßstäbe und architektonischen Motive auf und übersetzt sie in ein zeitgenössisches Wohnensemble.

„Uns ging es darum, an dieser Stelle das Quartier mit seinen Eigenarten und Besonderheiten weiterzubauen“, so Tobias Nöfer, Geschäftsführer von Nöfer Architekten. „Gute Stadt entsteht für uns dort, wo Neubauten auf ihren Ort reagieren, vorhandene Qualitäten aufnehmen, aber mit neuen Impulsen einen eigenen Charakter entwickeln. Das neue Ensemble in der Hämmerlingstraße soll auf selbstverständliche Weise zu Köpenick gehören und gleichzeitig als Architektur unserer Zeit erkennbar bleiben.“

Henrik Denkewitz, Geschäftsführer der Kondor Wessels Wohnen Berlin GmbH ergänzt: „Mit der hochwertigen Projektentwicklung in der Hämmerlingstraße ist es uns gelungen, eine städtebauliche Lücke zu schließen, die über Jahrzehnte durch einen Autohandel geprägt war. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Nöfer und dem Bezirksamt Köpenick konnten wir hier eine anspruchsvolle Entwicklung realisieren, bei der zahlreiche genehmigungsrelevante Anforderungen zu berücksichtigen waren. Vor allem die Lage der Tiefgarage im Grundwasser stellte bei der Planung und Realisierung eine besondere Herausforderung dar. Dass wir dieses Projekt erfolgreich fertigstellen konnten, ist vor allem der engagierten, vertrauensvollen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verdanken.“

„Runde Ecke“ schafft Adresse zur Bahnhofstraße

Eine besondere Rolle übernimmt die markante Gebäudeecke an der Spitze des Grundstücks. Mit ihrer gerundeten Ausbildung orientiert sie sich über die Diagonale zur belebten Bahnhofstraße und gibt dem Ensemble ein weithin sichtbares Gesicht. Ein massiver Klinkersockel fasst die Erdgeschosszone zusammen. Darüber erheben sich helle, verputzte Obergeschosse.

Auch die für die umliegenden Straßen typischen Vorgärten werden im Neubau aufgegriffen. Sie schaffen Distanz zwischen Wohngebäuden und öffentlichem Straßenraum und führen damit ein charakteristisches Element des Quartiers fort. Künstlerisch gestaltete Wandmalereien mit Fischen als Wappentier von Köpenick in der Lobby setzen zusätzliche Akzente und verleihen den einzelnen Eingangsbereichen eine eigene Identität.

Unterschiedliche Gebäudetypologien verbinden Stadt und Nachbarschaft

Während die straßenseitige Bebauung den urbaneren Charakter von Hämmerlingstraße und Annenallee fortführt, verändert sich der Maßstab zum Inneren des Grundstücks. Dort ergänzen kleinteiligere Wohnhäuser das Ensemble und vermitteln zu den niedrigeren Gebäudestrukturen im Nordosten.

Herzstück der Anlage ist der begrünte Gartenhof. Er verbindet die unterschiedlichen Gebäudeteile miteinander und steht den Bewohnerinnen und Bewohnern als gemeinschaftlich nutzbarer Freiraum zur Verfügung. Damit übernimmt der Hof nicht nur eine gestalterische, sondern auch eine soziale Funktion innerhalb des neuen Wohnensembles.

Insgesamt entstanden auf dem rund 6.000 Quadratmeter großen Grundstück 120 Wohnungen unterschiedlicher Größen und Zuschnitte. Das Angebot reicht von Apartments für Ein- und Zweipersonenhaushalte bis zu Familienwohnungen. Ergänzt wird das Ensemble durch drei Townhäuser sowie eine Tiefgarage mit 67 Pkw-Stellplätzen.

„Die Hämmerlingstraße zeigt, dass Wohnungsneubau und ein gewachsenes Stadtbild kein Widerspruch sein müssen“, so Nöfer. „Gerade wenn wir in bestehenden Quartieren neu bauen, trägt Architektur Verantwortung für mehr als das einzelne Gebäude. Sie muss einen Beitrag zur Straße, zur Nachbarschaft und zum Stadtbild insgesamt leisten.“

Weiterführende Informationen

https://www.noefer.de