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Zinshaus-Marktbericht Deutschland 2026/2027: Preisstabilität setzt sich 2026 fort – Berlin bleibt Deutschlands wichtigster Markt

Stabilisierung des deutschen Wohninvestmentmarkts setzt sich 2026 fort

Berlin, 09.09.2026

Der deutsche Zinshausmarkt präsentiert sich zur Jahresmitte 2026 gefestigt. Vorliegende Gutachterausschussdaten für Berlin, Hamburg und der GREIX-Index für 16 weitere deutsche Großstädte zeigen eine differenzierte, insgesamt stabile Marktentwicklung. In Berlin lag der mittlere Quadratmeterkaufpreis für Mehrfamilien- sowie Wohn- und Geschäftshäuser im zweiten Quartal 2026 bei rund 2.177 Euro und blieb nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahresquartal. In Hamburg wurden Mehrfamilienhäuser zu rund 3.456 Euro/m² gehandelt, ein Anstieg um rund 7 Prozent im selben Zeitraum. Der GREIX gab um rund 3 Prozent nach und lag bei rund 2.800 Euro pro Quadratmeter. Quartalsweise kommt es nach wie vor zu Ausschlägen, doch mittelfristig haben sich die Preise auf dem Niveau der neuen Normalität eingependelt.

Entwicklung mittlerer Quadratmeterkaufpreise (Euro/m²), quartalsweise 2024–2026: Berlin (MFH/WGH), Hamburg (MFH), GREIX (MFH)

Marktjahr 2025: Mehr Umsatz, mehr Transaktionen

Grundlage der aktuellen Entwicklung ist ein starkes Marktjahr 2025. Das Transaktionsvolumen in den 50 wichtigsten Mehrfamilienhausmärkten Deutschlands stieg auf rund 19,2 Milliarden Euro und lag damit rund 8 Prozent über dem Vorjahr (17,8 Milliarden Euro). Zugleich nahm die Marktaktivität zu: 12.603 Kauffälle bedeuteten ein Plus von rund 13 Prozent gegenüber 2024. Nach der Wiederbelebung im Vorjahr setzte sich die Erholung 2025 fort. „Der Markt hat wieder Dynamik: steigende Umsätze, mehr Abschlüsse und eine moderate Preisentwicklung. Doch die Erholung verläuft keineswegs einheitlich — die Unterschiede zwischen den Standorten sind erheblich. Gerade das eröffnet Chancen für alle, die genau hinschauen und Standorte wie Objekte im Detail analysieren“, sagt Jürgen Michael Schick, Herausgeber des Zinshaus-Marktberichts Deutschland und CEO bei MICHAEL SCHICK IMMOBILIEN.

Entwicklung Zinshaus-Transaktionsvolumen nach Stadtkategorien (Mrd. €) 2020-2025

Berlin dominiert mit 20 Prozent des Marktes

Unangefochten an der Spitze des deutschen Wohninvestment-Marktes steht Berlin. Auf die Hauptstadt entfielen 2025 mit einem Umsatz von 3,84 Milliarden Euro rund 20 Prozent des Gesamtvolumens der 50 wichtigsten deutschen Zinshausmärkte. Mit 834 Transaktionen (+23 Prozent zum Vorjahr) bleibt Berlin auch bei der Marktaktivität mit deutlichem Abstand führend. „Kein anderer Standort kommt an Berlin heran: Ein Fünftel des gesamten Transaktionsvolumens entfällt allein auf die Hauptstadt. Berlin verbindet Volumen, Liquidität und eine anhaltend hohe Nachfrage — für nationale wie internationale Investoren führt an diesem Markt kein Weg vorbei“, führt Schick weiter aus.

Anteil der Top-3-Städte am Gesamttransaktionsvolumen der 50 wichtigsten deutschen Zinshausmärkte 2025

Metropolenmarkt: A-Städte vereinen 54 Prozent des Umsatzes

Der Zinshausmarkt zeigt sich 2025 erneut als Metropolenmarkt. Die A-Städte vereinten rund 54 Prozent des Transaktionsvolumens auf sich, gefolgt von den B-Städten mit 25 Prozent; auf die C- und D-Städte entfielen 13 beziehungsweise 8 Prozent. Nach Berlin folgen Hamburg (9 Prozent) und München (7 Prozent) als umsatzstärkste Einzelmärkte. Unter den Top-7-Städten verzeichnete Hamburg mit +28 Prozent den höchsten Zuwachs bei den Kauffällen. Die Konzentration auf die großen Standorte bleibt das prägende Merkmal des deutschen Zinshausmarktes.

Kaufpreise: Stabilisierung auf dem Niveau der neuen Normalität

Die Abschlussdaten zeigen langfristig eine Preisstabilisierung im deutschen Zinshausmarkt. Im Jahresvergleich 2025 gegenüber 2024 stieg der mittlere Quadratmeterkaufpreis für Mehrfamilienhäuser um rund +3 Prozent, für Wohn- und Geschäftshäuser um rund +4 Prozent; in den Top-7-Städten betrug der durchschnittliche Anstieg sogar rund +9 Prozent. Die aktuellen Quartalsdaten der vom GREIX untersuchten Standorte bestätigen diese Stabilität: Im zweiten Quartal 2026 legten die Preise zum Vorjahresquartal in vier von neun Großstädten zu, drei zeigen Rückgänge, zwei blieben unverändert. Die Ausschläge bleiben in beide Richtungen moderat —Zeichen eines Marktes, der seine neue Preisbasis gefunden hat.

Mieten ziehen flächendeckend weiter an

Anders als bei den Kaufpreisen kennt die Entwicklung der Mieten weiter nur eine Richtung. Die mittleren Angebotsmieten für neuvermietete Bestandswohnungen stiegen in der ersten Jahreshälfte 2026 über die Städtekategorien hinweg im Schnitt um rund 3 Prozent.

Entwicklung mittlerer Mietpreise für neuvermietete Bestandswohnungen nach Stadtkategorie (€/m²)

Am höchsten liegen sie in den A-Städten mit aktuell 15,41 Euro pro Quadratmeter, während die kleineren Städtekategorien auf niedrigerem Niveau ebenfalls zulegten. Der anhaltende Mietanstieg unterstreicht den strukturellen Wohnraummangel in den deutschen Ballungsräumen.

Den vollständigen Zinshausmarktbericht Deutschland 2026/2027 finden Sie hier: [Link]

Weiterführende Informationen

https://schick-immobilien.de/