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Formitas gewinnt BIM-Gesamtkoordination für Forschungsgebäude in Sachsen-Anhalt

Amt für Immobilien- und Baumanagement (AIB) erweitert Campus der Hochschule Merseburg

Merseburg, 13.05.2026

Die Formitas AG koordiniert die BIM-Prozesse für den Bau eines naturwissenschaftlichen Forschungsgebäudes auf dem Gelände der Hochschule Merseburg während der LP2-3(-8). Über den Auftrag entschied das Amt für Immobilien- und Baumanagement Halle (Saale) nach Vergabeverordnung (VgV). Die EU fördert den – auf Klimaverträglichkeit ausgerichteten – Bau zu 60% im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE VI). Der übrige Anteil kommt aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt. Als Baubeginn ist Mitte 2027 angedacht, die Inbetriebnahme soll 2029 erfolgen.

Leistungsumfang der BIM-Gesamtkoordination durch Formitas

Formitas wird beim Bauprozess die BIM-Objektplanung, -Tragwerksplanung und -TGA-Planung koordinieren (Elektro, HLS, Nutzungsspezifische Anlagen einschl. Laborplanung, Kühlzellen, Gebäudeautomation und Aufzug) sowie die einzelnen Fachmodelle in einem Koordinationsmodell zusammenführen. Die Digitalisierungsexperten kümmern sich ferner um die Qualitätsprüfungen zwischen den Fachmodellen, um Modellanalysen, die Einhaltung der geforderten Anwendungsfälle, die Konformitätsprüfung der Daten hinsichtlich LOIN-Konzept (Informationsbedarfstiefe) und BAP (BIM-Abwicklungsplan) wie auch um die kontinuierliche Fortschreibung des BAP.

Ressourceneffiziente und nachhaltige Planung

Die EFRE-Förderperiode 2021-27 verlangt Klimaverträglichkeit bei der Umsetzung von Bauvorhaben als grundlegende Zugangsvoraussetzung. Entsprechend berücksichtigt das Bauprojekt Präventions- und Anpassungsmaßnahmen im Sinne der Klimaverträglichkeit sowie einen Leitfaden zur Erstellung von Energiesparkonzepten. Die Ausführung des Forschungsneubaus in Merseburg erfolgt zudem mit Stahlbeton-Fertigbauteilen, um den Ressourcenbedarf bei Baustoffen, -strom und -wasser möglichst niedrig zu halten. Die Büroräume im Obergeschoss werden bereits parallel zur Planung und Ausführung des Erdgeschoss-Rohbaus in Modulbauweise geplant und produziert. So können die Vorproduktion des Traggerüsts und des Haupt-Innenausbaus im Werk ermöglicht und die gesamte Bauzeit verkürzt werden.

Hybridbau vereint naturwissenschaftliche Forschungsbereiche

Der Merseburger Neubau mit Stahlbeton-Erdgeschoss wird verschiedene naturwissenschaftliche Fachbereiche integrieren: Verfahrenstechnik, organische und makrokulare Chemie, Maschinendynamik, Kunststoffverarbeitung und Polymerwerkstoffe. Die Hochschule Merseburg befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Technischen Hochschule „Carl Schorlemmer“ Leuna-Merseburg an der Eberhardt-Leibnitz-Straße. Das neue Forschungsgebäude entsteht in Hybridbauweise im westlichen Bereich des Campus, am ehemaligen Standort des abgerissenen Institutsgebäudes 134. Die Summe der Nutzflächen 1-7 beträgt insgesamt 3.267 m². Als Baukosten werden 33 Millionen Euro erwartet.

Weiterführende Informationen

https://www.formitas.de