Bürovermietungsmarkt in Hamburg Q1-2026: Fehlendes Angebot an hochwertigen Flächen bremst Umzüge aus

Hamburg, 10.04.2026
Bürovermietungsmarkt Hamburg Q1 2026 - Flächenumsatz und Leerstandsquote
  • Flächenumsatz von 92.400 m² (- 19 % ggü. Vorjahr)
  • Spitzenmiete bei 36,50 EUR/m² (+ 2,8 % ggü. Vorquartal)
  • Ausblick: Flächenumsatz über Vorjahresniveau erwartet

Im 1. Quartal 2026 betrug der Flächenumsatz am Hamburger Bürovermietungsmarkt 92.400 m². Dies entspricht einem Rückgang von 19 % gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt lag der Umsatz rund 22 % darunter.

Die Leerstandsquote stieg gegenüber dem Vorquartal um 40 Basispunkte auf 5,7 %. Im Jahresvergleich erhöhte sich die Quote um 130 Basispunkte. Die Spitzenmiete lag bei 36,50 EUR/m² und verzeichnete gegenüber dem Vorquartal sowie dem Vorjahresquartal einen Anstieg um 2,8 %. Die Medianmiete belief sich auf 20,50 EUR/m² und stieg gegenüber dem Vorquartal um 2,5 %, lag jedoch im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,4 % niedriger.

Hendrik Faden, Associate Director und Teamleader Office Agency bei Savills in Hamburg, kommentiert: „Zum Jahresbeginn sind Büronutzer in Hamburg wieder verstärkt auf der Suche nach Büroflächen, während das Angebot an hochwertigen Flächen weiterhin niedrig bleibt. Vertragsverlängerungen sind deshalb oft keine aktive Entscheidung, sondern eine Zwischenlösung. Nutzer gewinnen Zeit und verschieben Entscheidungen in die Zukunft. Ein wesentlicher Grund ist, dass neue Projekte durch restriktive Finanzierungsbedingungen und der Schwäche am Investmentmarkt nur noch sehr selektiv gestartet werden und meist eine hohe Vorvermietung voraussetzen. Dadurch stehen dem Markt kaum noch Neubauflächen zur Verfügung. Das Angebot in guten Lagen ist insgesamt begrenzt und die Spitzenmieten werden gestützt, weil sich die Nachfrage auf wenige verfügbare Optionen konzentriert.“

Savills erwartet für 2026 einen Flächenumsatz über Vorjahresniveau. Gleichzeitig dürfte der anhaltende Fokus auf hochwertige Büroflächen bei begrenztem Angebot bis zum Jahresende 2026 zu steigenden Spitzenmieten führen.

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