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bulwiengesa: Markt für Light Industrial Immobilien hat sich robust entwickelt

Frankfurt am Main, 13.05.2026
nitiative Light Industrial: Investmentvolumen nach Art der Transaktion

Der Markt für Light Industrial Immobilien in Deutschland hat sich 2025 insgesamt robuster entwickelt als im Vorjahr. Zwar verlor der Investmentmarkt nach dem dynamischen Jahresauftakt im zweiten Halbjahr wieder etwas an Tempo, auf Gesamtjahressicht stieg das Transaktionsvolumen jedoch deutlich um 35,4 Prozent auf rund 1,61 Mrd. Euro. Das sind zentrale Ergebnisse des aktuellen Marktberichts der INITIATIVE LIGHT INDUSTRIAL.

Im zweiten Halbjahr 2025 lag das Investmentvolumen bei rund 720,6 Mio. Euro und damit unter dem Niveau der ersten Jahreshälfte mit 893,2 Mio. Euro. Gleichzeitig wurde der schwache Vergleichszeitraum des Vorjahres klar übertroffen. Der Markt bleibt weiterhin stark von Einzeltransaktionen geprägt, während Portfoliodeals nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Produktionsimmobilien bleiben dominierende Assetklasse 

Getragen wurde das Marktgeschehen erneut vor allem von Produktionsimmobilien. Mit rund 280 Mio. Euro beziehungsweise 39 Prozent des Halbjahresvolumens stellten sie die umsatzstärkste Objektkategorie dar. Gewerbeparks kamen auf rund 213,7 Mio. Euro, Lagerimmobilien auf 226,9 Mio. Euro.

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Regional konzentrierte sich das Investmentgeschehen weiterhin auf etablierte Wirtschafts- und Industriestandorte. Die Region Süd lag mit 225,3 Mio. Euro beziehungsweise 31,3 Prozent des Transaktionsvolumens erneut an erster Stelle. Dahinter folgten der Verdichtungsraum Rhein-Ruhr mit 157,9 Mio. Euro sowie München und Umland mit 105,2 Mio. Euro. Besonders gefragt bleiben damit Standorte, an denen industrielle Wertschöpfung, gute Infrastruktur und belastbare Nutzernachfrage zusammenkommen.

Auf Käuferseite blieben Asset- und Fondsmanager sowie Private-Equity-Gesellschaften die aktivste Akteursgruppe. Sie investierten im zweiten Halbjahr 279,8 Mio. Euro und standen damit für 38,8 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens. Institutionelle und professionelle Marktakteure bestimmten damit weiterhin das Marktgeschehen.

Renditen stabilisieren sich 

Die Renditen bewegten sich im zweiten Halbjahr 2025 weitgehend seitwärts. Gewerbeparks lagen bei einer Spitzenrendite von 6,3 Prozent, Lagerimmobilien bei 5,4 Prozent und Produktionsimmobilien unverändert bei 7,2 Prozent. Die Preisfindung im Markt hat sich damit in weiten Teilen stabilisiert, gleichzeitig bleibt die Bewertung stark abhängig von Objektqualität, Lage und Nutzungsflexibilität.

Der Flächenumsatz entwickelte sich im zweiten Halbjahr positiv. Mit rund 1,29 Mio. qm lag er sowohl über dem ersten Halbjahr mit 1,16 Mio. qm als auch deutlich über dem Vorjahreszeitraum. Auf Gesamtjahressicht blieb der Flächenumsatz allerdings unter dem Niveau von 2024, das von einem außergewöhnlich starken ersten Halbjahr geprägt war.

Produktionsimmobilien treiben Flächennachfrage

Die Nachfrage konzentrierte sich weiterhin vor allem auf Produktionsimmobilien. Gleichzeitig zeigt sich der Markt selektiv: Viele Unternehmen treffen Standortentscheidungen weiterhin vorsichtig und mit Blick auf das schwierige konjunkturelle Umfeld. Zugleich sorgten einzelne großvolumige Abschlüsse – unter anderem aus dem verteidigungsnahen Industriesektor – für zusätzliche Nachfrageimpulse.

Die Mietpreise blieben insgesamt stabil. Eine Ausnahme bilden Flex Spaces, deren Spitzenmiete leicht auf 18,20 Euro/qm stieg. Absolute Spitzenobjekte mit herausragenden Lageeigenschaften erreichen inzwischen bis zu 21,00 Euro/qm. Produktionsflächen sowie Büro- und Sozialflächen verharrten dagegen auf dem Niveau des ersten Halbjahres.

Projektpipeline bleibt gut gefüllt

Das Fertigstellungsvolumen lag im zweiten Halbjahr 2025 bei rund 1,05 Mio. qm und damit um 12,9 Prozent unter dem ersten Halbjahr. Auf Gesamtjahressicht wurde gegenüber 2024 dennoch ein leichter Anstieg der Fertigstellungen um 1,6 Prozent verzeichnet.

Für 2026 deutet die Projektpipeline auf einen erneuten Anstieg der Fertigstellungen hin. Bauverzögerungen, Finanzierungsschwierigkeiten und veränderte Marktbedingungen bleiben jedoch Unsicherheitsfaktoren für die weitere Entwicklung.