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03.09.2019 Digital(es)

Bundesweit erste BIM SUMMER SCHOOL der Uni Wuppertal und der LIST Gruppe erfolgreich beendet

Mit einem Abschlussevent im Bahnhof Blo in Wuppertal ist am Freitag die bundesweit erste BIM SUMMER SCHOOL zu Ende gegangen.

Bildunterschrift:
Die Initiative wurde von der Bergischen Universität Wuppertal als Lehrbeauftragte und der LIST Gruppe als Partner aus der Wirtschaft ins Leben gerufen, da es bisher nicht genug Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich BIM (Building Information Modeling) für Studierende gibt. Ziel war es, den 18 teilnehmenden Studierenden, die ihren Master im Bau- und Architekturbereich an Universitäten in ganz Deutschland absolvieren, die Relevanz des Themas im gesamten Lebenszyklus einer Immobilie zu vermitteln. BIM ist eine gemeinschaftliche Arbeitsweise, die unterstützt durch digitale Technologien effiziente Methoden des Planens, Bauens und Betreibens von Immobilien ermöglicht. „Wir wollten die Studierenden auf den Weg in eine sich zunehmend digitalisierende Bauwirtschaft mitnehmen“, erläutert Kai Brandt, Geschäftsführer des Essener Unternehmens LIST Digital. „Gerade fängt das Anwenden von BIM im Unternehmenskontext an, Gestalt anzunehmen. Wir als erfahrener BIM-Berater und -Anwender sehen uns in der Verantwortung, den Nachwuchs bei der Vorbereitung auf dieses Zukunftsthema zu unterstützen.“

Im Rahmen der BIM SUMMER SCHOOL haben die Studierenden zunächst eine Vorlesungs- und Seminarwoche absolviert. Anschließend haben die Teilnehmer im Rahmen einer Projektarbeit das Gelernte in die Praxis überführt: Vier Gruppen haben einen Lern- und Ausstellungspavillon für den „Campus Haspel“ der Bergischen Universität Wuppertal entwickelt und BIM-basiert geplant. Eine Jury, bestehend aus Holger Hoffmann, Leiter des Lehr- und Forschungsgebietes Darstellungsmethodik und Entwerfen, Manfred Helmus, Leiter des Lehr- und Forschungsgebietes Baubetrieb und Bauwirtschaft, Anica Meins-Becker, Leiterin der Forschung zum Thema BIM und Agnes Kelm, Leiterin des BIM-Labors der Uni Wuppertal sowie Kai Brandt, wählte den Entwurf, der am saubersten konstruiert und in einem hohen Maß kollaborativ entwickelt wurde, aus. Das Siegerteam wurde heute im Bahnhof Blo gekürt. Die Mitglieder des Gewinnerteams erhielten je 500 Euro Preisgeld und den BIM SUMMER SCHOOL AWARD.

Zu Beginn der Abschlussveranstaltung begrüßte Felix Huber, Dekan der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen, die Teilnehmer: „Ich freue mich sehr, Sie in diesem schönen Rahmen begrüßen zu dürfen. Wir sind stolz darauf, dass wir Ihnen das Format der BIM SUMMER SCHOOL anbieten konnten – sowohl Studierenden unserer Universität als auch Ihnen, unseren Gästen aus ganz Deutschland. Es ist wichtig, die Themen der Zeit zu erspüren und vorne an zu sein, denn die internationale Konkurrenz ist hoch. Eigentlich sind heute alle Gewinner, da alle super mitgearbeitet haben.“

Siegerentwurf mit Bezug zur Wuppertaler Schwebebahn

Im Anschluss an die Begrüßung wurden die Preisträger der Praxisaufgabe geehrt. Christoph Aßmus von der Uni Darmstadt, Sebastian Damek von der FH Erfurt, Cedric Gadischke der Hochschule Ruhr West und Corinna Mückl der Hochschule Coburg durften sich über den verdienten Sieg freuen. Das Team überzeugte einerseits durch die Dynamik der Gruppe und die genaue Reflexion des Arbeitsprozesses als auch die Qualität des Entwurfes in Bezug auf Konstruktion und Einfügung in die Umgebung. Das Sieger-Team zeigte sich über die Anerkennung begeistert: „Wir freuen uns sehr, dass wir trotz unserer starken Mitstreiter gewonnen haben.“

Unter den Studierenden herrschte große Zufriedenheit über die Teilnahme an der BIM SUMMER SCHOOL: Lisa-Marie Krenz von der TH Köln fand besonders gut, dass die Teilnehmer aus ganz Deutschland kamen: „Ich konnte bei der BIM SUMMER SCHOOL viele Kontakte knüpfen. Zu einigen werde ich sicherlich auch in Zukunft noch Kontakt haben. Auch das Programm war sehr vielfältig, ich habe viel gelernt.“

Positives Feedback zum Weiterbildungsprogramm

In der BIM SUMMER SCHOOL lernten die Teilnehmer während einer Präsenzphase zunächst von renommierten Dozenten und erfahrenen Praktikern, wie sie technische Werkzeuge wie Drohnen, Laserscans sowie verschiedene Programme zur BIM-basierten Planung und Visualisierung in Virtual Reality nutzen können. Anschließend hatten die Studierenden vier Wochen Zeit, eine Praxisaufgabe in Teams zu lösen. Anica Meins-Becker, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Agnes Kelm das Programm der Initiative ausgearbeitet hat, ist von den Ergebnissen begeistert: „Alle Teams haben die Aufgabe wirklich gut gelöst. Das spricht für das Konzept der Wissensvermittlung in einer BIM SUMMER SCHOOL, in der die Studierenden zunächst das wichtige, theoretische Hintergrundwissen erhalten und anschließend in einem Praxisprojekt ihrer Kreativität freien Lauf lassen können.“ Auch Agnes Kelm zieht ein positives Resümee: „Wir haben tolles Feedback erhalten und auch uns hat die BIM UMMER SCHOOL viel Spaß gemacht, denn die Studierenden waren die ganze Zeit über hoch motiviert und sehr wissbegierig.“ Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung, hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, den Abend mit einem offenen Austausch ausklingen zu lassen.

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