Angebotspreise für Immobilien in Deutschland im Überblick – März 2026
Wie entwickeln sich die Angebotspreise für Immobilien in Deutschland aktuell? Mit unserem Metropolencheck analysieren wir monatlich die Entwicklung der Angebotsmieten und Angebotspreise in den Top-8-Metropolen Deutschlands – auf Basis der aktuellen Daten aus GeoMap by Real Estate Pilot AG. Damit schaffen wir Transparenz in einem Markt, der sich zunehmend differenziert und regional unterschiedlich entwickelt. Der Blick auf den März zeigt: Der Markt hat im Vergleich zum Februar wieder an Dynamik gewonnen – sowohl im Miet- als auch im Kaufsegment.
Berlin und Leipzig: Preisniveau vs. Vermarktungsrealität
In Berlin bewegen sich die Kaufpreise im Bestand aktuell bei durchschnittlich 5.535 Euro pro Quadratmeter, während Neubauwohnungen im Schnitt bei 8.526 Euro pro Quadratmeter liegen. Die Vermarktungsdauer beträgt dabei 71 Tage im Bestand und 107 Tage im Neubau. Im Mietsegment zeigt sich hingegen eine hohe Dynamik: Bestandswohnungen werden im Schnitt für 17,76 Euro pro Quadratmeter angeboten und sind bereits nach rund 14 Tagen vom Markt.
Leipzig liegt preislich deutlich darunter, mit durchschnittlich 3.094 Euro pro Quadratmeter im Bestand und 5.814 Euro im Neubau. Gleichzeitig zeigt sich hier eine besonders auffällige Entwicklung: Während Mietwohnungen mit durchschnittlich 10,16 Euro pro Quadratmeter ebenfalls schnell vermittelt werden (ca. 16 Tage), benötigen Neubau-Kaufangebote mit rund 158 Tagen deutlich länger.
Damit wird klar: Ein niedriger Preis allein reicht nicht mehr aus, um Nachfrage im Kaufsegment zu generieren.
Köln und Düsseldorf: Hohe Nachfrage im Mietmarkt
In Köln liegt der durchschnittliche Angebotspreis für Bestandswohnungen bei 4.883 Euro pro Quadratmeter, während Neubauwohnungen etwa 6.940 Euro pro Quadratmeter erreichen. Die Vermarktung erfolgt vergleichsweise schnell, insbesondere im Mietsegment: Bestandsmieten von durchschnittlich 15,96 Euro pro Quadratmeter führen zu einer extrem kurzen Angebotsdauer von nur etwa 12 Tagen.
Ein ähnliches Bild zeigt sich in Düsseldorf. Hier liegen die Kaufpreise im Bestand bei rund 5.019 Euro pro Quadratmeter und im Neubau bei etwa 8.350 Euro. Die Angebotsdauer beträgt 64 Tage im Bestand und 83 Tage im Neubau. Gleichzeitig werden Mietwohnungen im Bestand für etwa 15,51 Euro pro Quadratmeter angeboten und sind im Schnitt nach 14 Tagen vermietet.
Diese Zahlen zeigen: In beiden Städten trifft ein vergleichsweise stabiles Preisniveau auf eine sehr hohe Nachfrage im Mietmarkt.
München und Stuttgart: Hohe Preise, längere Vermarktung im Neubau
München bleibt die teuerste Metropole Deutschlands. Bestandswohnungen (ohne möblierte Anegbote) werden hier im Schnitt für 8.631 Euro pro Quadratmeter angeboten, während Neubaupreise bei rund 11.905 Euro pro Quadratmeter liegen. Trotz dieses hohen Preisniveaus werden Mietwohnungen mit durchschnittlich 24,19 Euro pro Quadratmeter weiterhin sehr schnell vermittelt – meist innerhalb von etwa 12 Tagen.
In Stuttgart liegt das Preisniveau im Bestand bei etwa 4.694 Euro pro Quadratmeter, während Neubauwohnungen durchschnittlich 8.237 Euro erreichen. Auffällig ist hier insbesondere die Vermarktungsdauer im Neubau, die mit rund 223 Tagen deutlich über dem Durchschnitt liegt. Im Mietsegment hingegen bleibt die Nachfrage stabil, mit durchschnittlich 16,83 Euro pro Quadratmeter und einer Angebotsdauer von etwa 18 Tagen.
Hamburg und Frankfurt: Hohe Preise und zunehmende Zurückhaltung im Kauf
In Hamburg bewegen sich die Kaufpreise im Bestand bei durchschnittlich 6.213 Euro pro Quadratmeter, während Neubauwohnungen rund 9.180 Euro pro Quadratmeter kosten. Die Vermarktungsdauer liegt hier bei etwa 64 Tagen im Bestand und steigt im Neubau auf rund 163 Tage an. Im Mietmarkt hingegen bleibt die Dynamik hoch, mit durchschnittlich 16,29 Euro pro Quadratmeter und einer Angebotsdauer von nur etwa 12 Tagen.
Frankfurt zeigt ein ähnliches Bild: Bestandswohnungen werden im Schnitt für 6.362 Euro pro Quadratmeter angeboten, Neubauwohnungen für etwa 8.269 Euro. Die Vermarktung dauert im Bestand rund 68 Tage und im Neubau etwa 80 Tage. Mietwohnungen liegen bei durchschnittlich 19,71 Euro pro Quadratmeter und sind nach etwa 16 Tagen vom Markt.
Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass sich im Kaufsegment eine zunehmende Zurückhaltung zeigt, während der Mietmarkt weiterhin stabil bleibt.
Warum Angebotspreise ein wichtiger Frühindikator sind
Die dargestellten Werte basieren auf Angebotspreisen, nicht auf tatsächlichen Transaktionspreisen.
Angebotspreise spiegeln die aktuellen Erwartungen im Markt wider, reagieren schneller auf Veränderungen und liefern frühzeitig Hinweise auf Trends und Marktbewegungen.
Im März zeigen sich dabei zwei klare Entwicklungen: Mietangebote werden schneller absorbiert als noch im Februar – die Nachfrage zieht weiter an. Auch im Kaufsegment steigt die Aktivität wieder – die Vermarktungszeiten verkürzen sich insgesamt.
Diese Entwicklung unterstreicht, dass der Markt insgesamt wieder an Bewegung gewinnt, sich jedoch weiterhin differenziert nach Segmenten entwickelt.
Datenbasis und Methodik
Die Auswertung basiert auf den umfassenden GeoMap-Daten für die Top-8-Metropolen Deutschlands im März 2026:
- Objektart: Wohnungen (kein Gewerbe, keine Häuser)
- Ausschluss von möblierten Angeboten und Musterwohnungen
- Duplikatsbereinigung der Inserate
- Durchschnittswerte, bereinigt um statistische Ausreißer
GeoMap greift dabei auf über 38 Millionen von Angebotsdaten im DACH-Raum zurück und ermöglicht eine fundierte, datenbasierte Marktanalyse.
