Spatenstich für REPA: Panattoni entwickelt Ersatzteillogistik-Hub in Unterschleißheim
Wer in Europas Großküchen dafür sorgt, dass das richtige Ersatzteil immer zur richtigen Zeit bereitsteht, braucht selbst einen Standort, der exakt passt. Im Norden von München entsteht daher für den europaweiten Marktführer im Vertrieb von Ersatzteilen und Zubehör für Gastronomiegeräte REPA eine schlüsselfertige Build-to-suit-Immobilie. Den offiziellen Spatenstich haben nun der Logistik- und Industrieimmobilienentwickler Panattoni gemeinsam mit dem Unternehmen sowie Vertretern der Stadt Unterschleißheim gefeiert.
Der von Panattoni realisierte Neubau bildet künftig das Rückgrat eines hochmodernen Fulfillment‑Standorts, der Logistik‑ und Bürobereiche kombiniert. Das Gebäude sieht einen hohen Büroanteil sowie ausreichend Raum für künftiges Wachstum vor; zum Start zieht REPA mit rund 250 Mitarbeitenden vom bisherigen Standort in Bergkirchen um – langfristig bietet das Areal Potenzial für bis zu 600 Arbeitsplätze. Die Immobilie mit einer Gesamtmietfläche von ca. 32.600 m2, aufgeteilt auf rund 25.200 m² Lagerfläche und 7.350 m² Büro-, Technik- und Sozialflächen, wird barrierefrei erschlossen und durch eine Kantine sowie weitere Sozialräume ergänzt. Für die Logistik sind zwei Mezzanin-Ebenen, 12,20 m UKB sowie der Einsatz eines AutoStore-Systems vorgesehen, das gemeinsam mit weiteren Automatisierungs- und Prozessoptimierungen die Grundlage für schnelleres und verlässlicheres Auftragshandling schafft.

„Mit dem Spatenstich beginnt die Realisierung einer Immobilie, die wir in einem intensiven Abstimmungsprozess mit REPA entwickeln. Der Build‑to‑suit‑Ansatz gibt uns die Flexibilität, auf spezifische Anforderungen und Veränderungen direkt zu reagieren und so eine Lösung zu schaffen, die perfekt auf die zukünftigen Arbeits- und Logistikprozesse zugeschnitten ist“, so Fred-Markus Bohne, Managing Partner Panattoni DACH und Nordics.
Wachstumspotenzial auf nachhaltig revitalisierter Fläche
Der neue Standort bietet eine hervorragende infrastrukturelle Lage mit direkter Anbindung an die Autobahnen A92 und A9, den Internationalen Flughafen München sowie an den gesamten Großraum München. So schafft REPA die Grundlage für die nächste Entwicklungsstufe seiner europaweiten Ersatzteillogistik. Die strategische Bedeutung hebt Alexander Wiegand, CEO von REPA, hervor: „Die Lage in Unterschleißheim bietet uns ideale Bedingungen, um unsere Prozesse weiter zu modernisieren und unser Serviceversprechen langfristig zu sichern. Gleichzeitig entsteht für unsere Teams ein zeitgemäßes, attraktives Arbeitsumfeld, das unseren Wachstumskurs bestmöglich unterstützt.“
Das rund 53.300 m2 große Grundstück, das sich im Eigentum von Global Gate Capital befindet, stellt aufgrund seiner Größe eine seltene Brownfield-Revitalisierung im Münchner Markt dar. Auf dem Areal befand sich ursprünglich ein C&A-Lager aus den 1970er-Jahren, das zuletzt für Getränkelogistik genutzt wurde. Der vollständige Rückbau umfasste den Abriss der Altgebäude sowie die vollständige Entsiegelung der Außenflächen. Dabei legt Panattoni großen Wert darauf, den bestehenden Baumbestand von mehr als 230 großen Bäumen weitestgehend zu erhalten. Das Unternehmen lässt das Projekt nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. zertifizieren und strebt dabei das DGNB Gold Zertifikat an. Zu den geplanten Nachhaltigkeitsmaßnahmen zählen eine Photovoltaikanlage mit einer Jahresleistung von ca. 3.035 MWh, ein rund 2.700 m2 großes Gründach, Ladeinfrastruktur für E-Mobilität, Geothermie-Fernwärme, Nistkästen und ein Insektenhotel.
Für Christoph Böck, Erster Bürgermeister der Stadt Unterschleißheim, ist das Projekt ein wichtiger Impuls: „Die Aufwertung dieser Fläche ist ein großer Gewinn für unsere Stadt. Die hochwertige Ansiedlung und die Revitalisierung einer lang genutzten Industriefläche zeigen, wie wir Flächen im Stadtgebiet nachhaltig und qualitätsorientiert weiterentwickeln können.“
Die Fertigstellung und Übergabe der Immobilie ist für März 2027 geplant. Die Grundstücksvermittlung erfolgte über die Firma Immolox. Das Unternehmen BNP Paribas Real Estate stellte den Kontakt zu REPA her.
