Immobilieninvestmentmarkt Berlin: Akteure bleiben im Abtastmodus
Im 1. Halbjahr 2026 wurden laut Savills etwa 2,1 Mrd. Euro am Berliner Immobilieninvestmentmarkt umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang von 6 %. Im Vergleich zum 10-Jahresmittel fiel der Umsatz sogar 55 % geringer aus. In den letzten zwölf Monaten hat Savills knapp 90 Transaktionen registriert, was gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um ein Viertel bedeutet. Die Spitzenrendite für Büros lag Ende Juni bei 4,5 %, für Geschäftshäuser bei 4,4 %. Damit sind beide Spitzenrenditen unverändert gegenüber dem Vorquartal und unverändert gegenüber dem Vorjahreswert.
Prof. Dr. Tayfun Erbil, Director Investment bei Savills in Berlin, kommentiert das Marktgeschehen wie folgt: „Der Berliner Investmentmarkt bleibt im Abtastmodus. Aktuell befinden sich zahlreiche Objekte aus unterschiedlichen Lagen und Risikoklassen in der Vermarktung, und die meisten davon ziehen auch interessierte Käufer an. Trotzdem bleiben Abschlüsse selten, weil die Bieter sehr konservativ kalkulieren und viele Gebote deutlich unter den Preisvorstellungen der Eigentümer landen. Außerdem ist Kapital nach wie vor knapp. Da im aktuellen Umfeld nicht damit zu rechnen ist, dass Investoren aggressiver agieren werden, wird die weitere Marktentwicklung vor allem davon abhängen, wie stark der Wille der Eigentümer ist, ihre Verkaufskandidaten tatsächlich abzugeben.“
Mit einem Transaktionsvolumen von 2,15 Mrd. Euro haben Wohnimmobilien* in den letzten zwölf Monaten am meisten zum Investmentumsatz beigetragen, gefolgt von Büroimmobilien (ca. 1,17 Mrd. Euro) und Handelsimmobilien (ca. 0,67 Mrd. Euro).
* Nur Objekte mit mindestens 20 Wohneinheiten
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