Bürovermietungsmarkt Frankfurt Q2-2026: Nutzer brauchen länger für Entscheidungen
• Flächenumsatz von 157.200 m² (- 54 % ggü. Vorjahresperiode)
• Spitzenmiete steigt gegenüber Vorquartal um 3,1 % auf 56,00 EUR/m²
• Ausblick: Flächenumsatz unter Vorjahresniveau erwartet
Im 1. Halbjahr 2026 betrug der Flächenumsatz am Frankfurter Bürovermietungsmarkt 157.200 m². Dies entspricht einem Rückgang von 54 % gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt lag der Umsatz 26 % darunter.
Die Leerstandsquote blieb gegenüber dem Vorquartal stabil bei 14,1 % und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 10 Basispunkte. Die Spitzenmiete erreichte 56,00 EUR/m² und lag damit 3,1 % über dem Vorquartal. Im Jahresvergleich nahm sie um 9,8 % zu. Die Medianmiete belief sich auf 19,50 EUR/m² und zeigte sich sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch gegenüber dem Vorjahr stabil.
Dennis Arnold, Associate Director und Teamleader Office Agency bei Savills in Frankfurt, berichtet: „Am Frankfurter Bürovermietungsmarkt beobachten wir aktuell längere Entscheidungsprozesse, insbesondere bei größeren Anmietungen – Nutzer wägen ihre Flächenentscheidungen derzeit sorgfältiger ab. Sobald es jedoch um Top-Lagen wie Bankenviertel, Innenstadt oder Westend geht, bleibt die Nachfrage robust: Neubauten und hochwertig revitalisierte Bestandsobjekte ziehen weiterhin vor allem Banken, Kanzleien und Beratungsunternehmen an. Für diese Nutzergruppen ist die Wahl der Fläche längst Teil der übergeordneten Standortstrategie und ein wichtiges Argument im Wettbewerb um Fachkräfte. Entsprechend lassen sich in diesen Lagen weiterhin hohe Mieten am Markt durchsetzen. Deutlich anders stellt sich die Situation bei älteren, sanierungsbedürftigen Objekten dar. Selbst in guten Lagen reichen klassische Incentives häufig nicht mehr aus, um die wachsende Lücke zwischen Flächenangebot und den gestiegenen Nutzeranforderungen zu schließen.“
Savills rechnet für das Jahr 2026 mit einem Flächenumsatz unter dem Vorjahresniveau. Zudem wird bis zum Jahresende ein weiterer Anstieg der Spitzenmiete erwartet.
Ergänzende Grafiken und Daten zu dieser Pressemeldung finden Sie in unserem Online-Dashboard zu den Top-6-Büromärkten.
