Bürovermietungsmarkt München: Spitzenmiete, Leerstand und Flächenumsatz steigen im zweiten QuartalBü
- Flächenumsatz von 333.200 m² (+ 16 % ggü. Vorjahr)
- Spitzenmiete steigt um 1,7 % gegenüber Vorquartal auf 60,00 EUR/m²
- Ausblick: Flächenumsatz über Vorjahresniveau erwartet
Im 1. Halbjahr 2026 betrug der Flächenumsatz am Münchener Bürovermietungsmarkt 333.200 m². Dies entspricht einem Zuwachs von 16 % gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt lag der Umsatz 6 % darüber.
Die Leerstandsquote stieg im 2. Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 20 Basispunkte auf 9,4 %. Im Jahresvergleich erhöhte sich die Quote um 140 Basispunkte. Die Spitzenmiete erreichte 60,00 EUR/m² und lag damit 1,7 % über dem Vorquartal. Im Jahresvergleich nahm sie um 11,1 % zu. Die Medianmiete belief sich auf 23,50 EUR/m² und stieg damit gegenüber dem Vorquartal um 2,2 %. Im Vergleich zum Vorjahresquartal blieb sie unverändert.
Alexander Meyer, Director und Head of Munich Office bei Savills, berichtet: „Nach dem lebhaften Jahresauftakt ist der Münchener Bürovermietungsmarkt im zweiten Quartal wieder nüchterner geworden. Die Nachfrage von KI- und Technologieunternehmen sowie aus Verteidigung und Robotik ist sichtbar, gleicht die Zurückhaltung anderer Nutzergruppen aber noch nicht aus. Banken, Versicherungen, Automobilindustrie und öffentliche Hand planen weiter vorsichtig. Vielfach steht Restrukturierung vor Expansion. Das hohe Mietniveau in den Innenstadtlagen verstärkt diese Vorsicht. Wer dort gut untergebracht ist, verlängert eher, als für vergleichbare Qualität deutlich mehr zu zahlen. Andere prüfen Cityrandlagen, wenn sie dort gute Gebäudequalität zu wirtschaftlich tragfähigen Konditionen finden. Kurzfristig dürfte sich das Angebot kaum entspannen, weil verfügbare Neubauflächen in Bau knapp sind und neue Projekte meist erst mit Vorvermietung starten. München bleibt damit ein Markt mit einzelnen Impulsen, aber ohne die breite Nachfrage, die ein starkes Vermietungsjahr tragen würde.“
Savills erwartet für das Jahr 2026 einen Flächenumsatz über Vorjahresniveau. Gleichzeitig dürfte der anhaltende Trend zu hochwertigen Büroflächen für steigende Spitzenmieten sorgen.
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