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Immobilieninvestmentmarkt München: Transaktionsprozesse bleiben langwierig, Käufer agieren selektiv

München, 06.07.2026
Übersicht Immobilientransaktionsvolumen München Q2-2026

Im 1. Halbjahr 2026 wurden laut Savills etwa 920 Mio. Euro am Münchener Immobilieninvestmentmarkt umgesetzt und damit etwa genauso viel wie im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum 10-Jahresmittel fiel der Umsatz 53 % geringer aus. In den letzten zwölf Monaten hat Savills etwa 40 Transaktionen registriert, was gegenüber der Vorjahresperiode einen Rückgang von fast 10 % bedeutet. Die Spitzenrendite für Büros lag Ende Juni bei 4,0 % und ist unverändert gegenüber dem Vorquartal und 10 Basispunkte unter dem Vorjahreswert. Die Spitzenrendite für Geschäftshäuser lag Ende Juni bei 3,9 % und blieb damit unverändert gegenüber dem Vorquartal und dem Vorjahreswert.

Philipp Traumann, Associate Director Investment bei Savills in München, kommentiert das Marktgeschehen wie folgt: „Das Umfeld hat sich im zweiten Quartal kaum verändert – wenn überhaupt, dann ist der Markt noch etwas träger und das Angebot etwas größer geworden. Selbst im Core- und Prime-Segment dauern Transaktionsprozesse inzwischen vergleichsweise lange. Auf der Verkäuferseite sehen wir weiterhin vor allem institutionelle Eigentümer, während auf Interessentenseite überwiegend Family-Offices und Private-Equity-Investoren aktiv sind – wobei die Renditeerwartungen Letztgenannter nur selten erfüllt werden. Kaufentscheidungen werden nach wie vor sehr selektiv getroffen. Im Fokus stehen Objekte mit langfristig gesichertem Cashflow, gerne auch mit gemischter Nutzung. Viele Investoren tun sich schwer, Risiken einzugehen oder Wachstumsszenarien zu unterstellen. Entsprechend bleibt die Diskrepanz zwischen den Preisvorstellungen vieler Verkäufer und den Kalkulationen der Käufer groß, sodass der Ausgang zahlreicher laufender Prozesse weiterhin offen ist.“

Mit einem Transaktionsvolumen von 860 Mio. Euro haben Handelsimmobilien in den letzten zwölf Monaten am meisten zum Investmentumsatz beigetragen, gefolgt von Büroimmobilien (ca. 770 Mio. Euro) und Wohnimmobilien* (ca. 240 Mio. Euro).

* Nur Objekte mit mindestens 20 Wohneinheiten

Ergänzende Grafiken und Daten zu dieser Pressemeldung finden Sie in unserem Online-Dashboard zum Immobilieninvestmentmarkt.