Konsolidierung am Düsseldorfer Büromarkt setzt sich fort
Büroflächenumsatz im ersten Halbjahr 2026 nahezu auf Vorjahresniveau
Auf dem Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt (Stadtgebiet sowie Neuss und Ratingen) wurde nach Auswertungen von Cushman & Wakefield im 2. Quartal 2026 ein Flächenumsatz von rund 61.400 m² erzielt. Damit liegt das Ergebnis leicht unter dem Niveau des Vorjahresquartals (minus 6 Prozent), übertrifft den 5-Jahres-Durchschnitt des jeweils zweiten Quartals jedoch um 10 Prozent. Für das 1. Halbjahr 2026 summiert sich der Flächenumsatz auf 102.400 m² und bewegt sich damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
Stabiles zweites Quartal – Großabschluss setzt positiven Impuls
Der Düsseldorfer Büromarkt hat das 1. Halbjahr 2026 mit einem Flächenumsatz von 102.400 m² abgeschlossen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (103.100 m²) entspricht dies einem minimalen Rückgang um 1 Prozent. Trotz der stabilen Entwicklung im Vorjahresvergleich bleibt das Vermietungsvolumen unter dem längerfristigen Mittel: Der 5-Jahresdurchschnitt wird um 11 Prozent, der 10-Jahresdurchschnitt um rund 30 Prozent verfehlt. Im aktuellen Marktumfeld bestätigt das Ergebnis dennoch eine gewisse Stabilisierung des Düsseldorfer Bürovermietungsmarktes.
Das 2. Quartal wurde wesentlich durch einen großvolumigen Abschluss geprägt: Mit der Anmietung von KPMG im ONE PLAZA am Kennedydamm über mehr als 17.000 m² wurde erstmals seit längerer Zeit wieder ein Deal der Größenordnung über 10.000 m² am Düsseldorfer Büromarkt registriert. Abseits dieses Abschlusses blieb das Marktgeschehen weiterhin vor allem durch kleinere und mittlere Vermietungen bis 5.000 m² geprägt
Martin Höfler, Head of Office Agency Düsseldorf und Regional Manager West bei Cushman & Wakefield, ordnet die Entwicklung ein: „Das zweite Quartal zeigt, dass am Düsseldorfer Büromarkt weiterhin ein robustes Nachfrageniveau vorhanden ist. Der Großabschluss von KPMG ist ein positiver Impuls, gleichzeitig bleibt der Markt selektiv: Viele Nutzer prüfen Standortentscheidungen weiterhin sehr genau, bevorzugen kurzfristig planbare Lösungen und verbleiben in ihren bestehenden Flächen. Insbesondere bei Großnutzern sorgen die langen Planungs- und Bindungshorizonte für eine entsprechend zurückhaltende Entscheidungsfindung..“
Räumlich konzentrierte sich die Nachfrage im 2. Quartal erneut stark auf etablierte innerstädtische und citynahe Lagen. Der Teilmarkt Kennedydamm vereinte durch die Großanmietung sowie mehrere mittelgroße Abschlüsse mehr als ein Drittel des gesamten Quartalsumsatzes auf sich. Damit bestätigt der Standort seine Position als einer der gefragten Düsseldorfer Büroteilmärkte. Auf Nutzerseite dominierten im 1. Halbjahr insbesondere Beratungsgesellschaften, Unternehmen aus dem Bau- und Immobiliensektor sowie Akteure aus dem Gesundheitswesen das Marktgeschehen.
Spitzenmiete bleibt stabil – Durchschnittsmiete profitiert von hochwertigem Flächenumsatz
Die Spitzenmiete blieb im Vergleich zum Vorquartal stabil bei 46,00 Euro/m². Gegenüber dem Vorjahresquartal ergibt sich damit ein Anstieg um 2,2 Prozent. Die Durchschnittsmiete legte hingegen erneut zu und erreichte zum Ende des 2. Quartals 21,60 Euro/m². Dies entspricht einem Anstieg von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal sowie 11,9 Prozent im Jahresvergleich.
Dass die Durchschnittsmiete steigt, während die Spitzenmiete stabil bleibt, ist vor allem Ausdruck der weiterhin zunehmenden Marktsegmentierung. Hochwertige, moderne und gut angebundene Flächen machen einen größeren Anteil am realisierten Flächenumsatz aus, während einfachere Bestandsflächen und periphere Lagen stärker unter Druck stehen. Dadurch verschiebt sich der Umsatz stärker in höhere Mietpreissegmente, ohne dass die absolute Spitzenmiete kurzfristig weiter steigen muss.
„Die Mietpreisentwicklung zeigt sehr deutlich, dass Qualität weiterhin der zentrale Treiber am Düsseldorfer Büromarkt ist“, so Martin Höfler. „Nutzer sind bei Standortentscheidungen zwar selektiv, akzeptieren für moderne, flexible und gut angebundene Flächen aber trotzdem weiterhin höhere Mietniveaus. Vor diesem Hintergrund dürfte die Spitzenmiete im weiteren Jahresverlauf stabil bleiben und bei entsprechender Nachfrage perspektivisch weiter steigen.“
Leerstand konsolidiert sich – Anstieg der vergangenen Quartale flacht ab
Das Leerstandsvolumen am Düsseldorfer Büromarkt belief sich zum Ende des 2. Quartals 2026 auf rund 1,09 Mio. m², entsprechend einer Leerstandsquote von 11,4 Prozent. Damit bewegt sich die Quote nahezu auf dem Niveau des Vorquartals und liegt knapp einen Prozentpunkt über dem Vorjahreswert.
Nach dem sukzessiven Anstieg der vergangenen Quartale deutet sich damit eine Konsolidierung des Leerstands an. Ausschlaggebend hierfür sind: ein stabiles Vermietungsgeschehen, eine moderate Fertigstellungstätigkeit sowie Flächenumnutzungen, die den Büroflächenbestand zuletzt nur begrenzt wachsen ließen. Der Anteil der Untervermietungsflächen am gesamten Leerstandsvolumen ist leicht zurückgegangen und liegt aktuell bei 5,8 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass ein Teil der zuletzt zusätzlich angebotenen Flächen wieder absorbiert oder in reguläre Vermarktungsprozesse überführt wurde.
Gleichzeitig bleiben strukturelle Trends prägend. Viele Unternehmen überprüfen ihre Flächenbedarfe weiterhin kritisch und setzen auf effizientere Nutzungskonzepte. Flexible Arbeitsplatzmodelle, Desk-Sharing und neue Arbeitsformen führen in vielen Fällen dazu, dass bei Standortentscheidungen kleinere, dafür qualitativ hochwertigere Flächen gesucht werden.
Martin Höfler abschließend: „Der Düsseldorfer Büromarkt befindet sich weiterhin in einer Phase der Stabilisierung. Positiv ist, dass der Leerstandsanstieg zuletzt an Dynamik verloren hat,
während größere Flächengesuche für Nachfrageimpulse sorgen. Für die zweite Jahreshälfte rechnen wir mit weiteren Großabschlüssen, die dem Flächenumsatz zusätzliche Impulse verleihen dürften. Gelingt die Umsetzung der aktuell im Markt befindlichen Gesuche, sollten sich die Flächenumsätze weiter stabilisieren.“
