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Angebotspreise für Immobilien in Deutschland im Überblick – Juni 2026

Leipzig, 08.07.2026
Wie entwickeln sich die Angebotspreise für Immobilien in Deutschland aktuell? Mit unserem Metropolencheck analysieren wir monatlich die Entwicklung der Angebotsmieten und Angebotspreise in den Top-8-Metropolen Deutschlands, auf Basis der aktuellen Daten aus GeoMap by Real Estate Pilot AG. Der Juni markiert gleichzeitig den Abschluss des ersten Halbjahres 2026. Die Auswertungen der vergangenen sechs Monate zeigen deutlich: Während sich die Preisniveaus insgesamt vergleichsweise stabil entwickeln, unterscheiden sich die regionalen Märkte zunehmend. Vermarktungsdauer, Nachfrage und Marktdynamik entwickeln sich heute deutlich unterschiedlicher als noch zu Jahresbeginn.

Berlin und Leipzig: Gegensätzliche Entwicklungen im Neubausegment

In Berlin bewegen sich die Kaufpreise im Bestand im Juni bei durchschnittlich 5.511 Euro pro Quadratmeter, während Neubauwohnungen 8.521 Euro pro Quadratmeter erreichen. Besonders auffällig ist die Entwicklung der Vermarktungsdauer: Im Neubau sinkt sie von 191 Tagen im Mai auf 157 Tage im Juni. Gleichzeitig bleibt der Mietmarkt dynamisch. Bestandswohnungen werden durchschnittlich für 17,57 Euro pro Quadratmeter angeboten und sind bereits nach rund 12 Tagen wieder vom Markt.

Leipzig entwickelt sich dagegen in die entgegengesetzte Richtung. Bestandswohnungen kosten durchschnittlich 3.076 Euro pro Quadratmeter, Neubauwohnungen 5.637 Euro pro Quadratmeter. Die Vermarktungsdauer im Neubau steigt jedoch weiter an und erreicht mit 200 Tagen den höchsten Wert aller betrachteten Metropolen. Im Mietsegment bleibt die Nachfrage stabil: Bestandswohnungen werden durchschnittlich für 10,16 Euro pro Quadratmeter angeboten und nach rund 16 Tagen vermittelt.

Die beiden Städte verdeutlichen, wie unterschiedlich sich selbst vergleichbare Marktsegmente inzwischen entwickeln können.

Köln und Düsseldorf: Stabile Märkte mit unterschiedlichen Entwicklungen im Neubau

In Düsseldorf liegen die Kaufpreise im Bestand im Juni bei durchschnittlich 4.924 Euro pro Quadratmeter, Neubauwohnungen erreichen 8.582 Euro pro Quadratmeter. Die Vermarktungsdauer beträgt 63 Tage im Bestand und 138 Tage im Neubau. Im Mietsegment bleiben Bestandswohnungen mit durchschnittlich 15,68 Euro pro Quadratmeter und einer Angebotsdauer von 16 Tagen weiterhin gefragt.

Köln überrascht im Juni besonders. Während die Kaufpreise mit durchschnittlich 4.827 Euro pro Quadratmeter im Bestand und 6.916 Euro pro Quadratmeter im Neubau weitgehend stabil bleiben, halbiert sich die Vermarktungsdauer im Neubausegment nahezu. Nach 109 Tagen im Mai werden Neubauwohnungen nun bereits nach durchschnittlich 51 Tagen vermittelt. Auch der Mietmarkt bleibt mit einer Angebotsdauer von nur 12 Tagen äußerst dynamisch.

Damit zeigt sich: Selbst innerhalb einer Region entwickeln sich die Märkte aktuell sehr unterschiedlich.

München und Stuttgart: Hohes Preisniveau, unterschiedliche Dynamik

München bleibt die teuerste Metropole Deutschlands. Bestandswohnungen werden im Juni für durchschnittlich 8.580 Euro pro Quadratmeter angeboten, Neubauwohnungen erreichen erstmals durchschnittlich 12.043 Euro pro Quadratmeter. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage hoch: Die Vermarktungsdauer im Neubau liegt bei 115 Tagen, Bestandswohnungen werden im Mietmarkt bereits nach 12 Tagen vermittelt.

In Stuttgart liegt das Preisniveau im Bestand bei durchschnittlich 4.613 Euro pro Quadratmeter, während Neubauwohnungen 8.309 Euro pro Quadratmeter erreichen. Besonders positiv fällt die Entwicklung der Vermarktungsdauer auf: Nach 198 Tagen im Mai sinkt sie im Juni auf 108 Tage. Im Mietsegment bleibt die Nachfrage mit einer Angebotsdauer von rund 20 Tagen weiterhin stabil.

Während München seine Spitzenposition behauptet, gewinnt Stuttgart nach den schwächeren Vormonaten wieder deutlich an Dynamik.

Hamburg und Frankfurt: Ähnliche Preisniveaus, unterschiedliche Marktgeschwindigkeit

In Hamburg bewegen sich die Kaufpreise im Bestand bei durchschnittlich 6.351 Euro pro Quadratmeter, Neubauwohnungen kosten rund 9.129 Euro pro Quadratmeter. Auffällig ist die Entwicklung der Vermarktungsdauer: Nachdem Neubauwohnungen im Mai durchschnittlich 91 Tage am Markt waren, steigt dieser Wert im Juni wieder deutlich auf 166 Tage. Im Mietsegment bleibt die Nachfrage dagegen hoch. Bestandswohnungen werden bereits nach durchschnittlich 11 Tagen vermittelt.

Frankfurt zeigt ein vergleichbares Preisniveau. Bestandswohnungen werden durchschnittlich für 6.304 Euro pro Quadratmeter angeboten, Neubauwohnungen für 8.311 Euro pro Quadratmeter. Gleichzeitig steigt die Vermarktungsdauer im Neubau deutlich an – von 68 Tagen im Mai auf 163 Tage im Juni. Im Mietsegment bleibt der Markt mit durchschnittlich 19,21 Euro pro Quadratmeter im Bestand weiterhin stabil.

Die Entwicklung beider Städte zeigt, dass sich die Dynamik im Neubausegment kurzfristig deutlich verändern kann, während der Mietmarkt weiterhin konstant bleibt.

Warum Angebotspreise ein wichtiger Frühindikator sind

Die dargestellten Werte basieren auf Angebotspreisen, nicht auf tatsächlichen Transaktionspreisen.

Angebotspreise spiegeln die aktuellen Erwartungen im Markt wider, reagieren schneller auf Veränderungen und liefern frühzeitig Hinweise auf Trends und Marktbewegungen.

Nach dem ersten Halbjahr 2026 zeichnet sich dabei eine klare Entwicklung ab: Die Preisniveaus verändern sich insgesamt nur moderat. Die größten Unterschiede entstehen inzwischen bei der Vermarktungsgeschwindigkeit. Während einige Metropolen wieder deutlich an Dynamik gewinnen, verlängern sich in anderen Städten die Vermarktungszeiten spürbar.

Diese Entwicklung macht deutlich, dass regionale Marktanalysen heute wichtiger sind denn je. Pauschale Aussagen über den Immobilienmarkt greifen zunehmend zu kurz.

Datenbasis und Methodik

Die Auswertung basiert auf den umfassenden GeoMap-Daten für die Top-8-Metropolen Deutschlands im Juni 2026:

  • Objektart: Wohnungen (kein Gewerbe, keine Häuser)
  • Ausschluss von möblierten Angeboten und Musterwohnungen
  • Duplikatsbereinigung der Inserate
  • Durchschnittswerte, bereinigt um statistische Ausreißer

GeoMap greift dabei auf über 38 Millionen Angebotsdaten im DACH-Raum zurück und ermöglicht eine fundierte, datenbasierte Marktanalyse.