Politik | Wohnimmobilien

Klare Absage an Vergesellschaftung ist zentrales Signal für Wohnungsbau und Investitionen

Berlin, 02.07.2026
Iris Schöberl

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) bewertet die von der Bundesregierung vorgelegten Koalitionsbeschlüsse positiv. Sie gehen zentrale Baustellen für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands an: weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und bessere Finanzierungsbedingungen. Von besonderer Bedeutung ist aus Sicht des ZIA zudem die deutliche Absage an Vergesellschaftungsvorhaben, insbesondere im Wohnungsmarkt.

„Die angekündigten Maßnahmen setzen wichtige Impulse für den Wirtschafts- und Immobilienstandort Deutschland und spiegeln langjährige Forderungen des ZIA wider. Besonders entscheidend ist die klare Ablehnung von Vergesellschaftungsvorhaben. Sie schafft das Vertrauen und die Investitionssicherheit, die nötig sind, um wieder mehr Wohnraum zu schaffen und privates Kapital zu mobilisieren“, erklärt Iris Schöberl, Präsidentin des ZIA.

Entbürokratisierung als Beschleuniger für Investitionen

Aus Sicht des ZIA sind die angekündigten Schritte zur weiteren Entbürokratisierung ein wichtiger Bestandteil dieses Gesamtpakets. Die Abschaffung überflüssiger Berichts- und Dokumentationspflichten sowie die Ausweitung von Genehmigungsfiktionen können Planungs- und Investitionsprozesse spürbar beschleunigen. Entscheidend wird sein, dass diese Maßnahmen zügig und praxistauglich umgesetzt werden.

Finanzierungsspielräume statt zusätzlicher Belastungen

Auch die Erkenntnis, dass zusätzliche Kapitalpuffer für Immobilienkredite die Finanzierungskosten im Immobiliensektor unnötig erhöhen, weist in die richtige Richtung. Gerade in der aktuellen Lage braucht der Markt mehr Spielräume für Finanzierung und Investitionen, nicht zusätzliche Belastungen.

Klarheit in der Eigentumsfrage: Absage an Vergesellschaftung

Gerade deshalb ist die Absage an Vergesellschaftung so wichtig. Die Wohnungsfrage wird nicht durch die Überführung bestehender Bestände in öffentliches Eigentum gelöst. Notwendig sind zusätzliche Investitionen, beschleunigte Genehmigungen und dadurch der Bau neuer Wohnungen. Vergesellschaftungsdebatten schaffen dagegen Unsicherheit, belasten Finanzierungsentscheidungen und können Investitionen in den Wohnungsmarkt bremsen und haben das bereits getan.

Rechtssicherheit als Voraussetzung für Wohnungsbau

„Wer neuen Wohnraum will, muss Investitionen ermöglichen und Eigentum schützen. Eine bundesgesetzliche Klarstellung gegen Vergesellschaftung wäre deshalb ein starkes Signal für Rechtssicherheit, Wachstum und Wohnungsbau in Deutschland“, so Schöberl.

ZIA bewertet auch die Entscheidungen zu Infrastrukturmaßnahmen und Netzausbau positiv

Der ZIA begrüßt zudem die Beschlüsse mit Blick auf die Beschleunigung von Netzausbau und Genehmigungen. Das verbessert aus Sicht der Immobilienwirtschaft die Anschlussfähigkeit von Projekten und reduziert Entwicklungsrisiken. Das stärkt Planbarkeit, verkürzt Bauzeiten und erleichtert Investitionen in Wohn- und Gewerbeimmobilien.