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Kölns Büromarkt kommt im zweiten Quartal kaum vom Fleck

Viele sehr kleine Abschlüsse sorgen für ein Tief beim Flächenumsatz

Köln, 07.07.2026

Passend zur zeitweise lähmenden Hitze in der Stadt erlebte der Kölner Bürovermietungsmarkt im zweiten Quartal eine heftige Umsatzflaute. Nur 26.900 m² Fläche wurden neu angemietet, was nochmals 45 Prozent unter dem bereits schwachen Wert des Vorjahres liegt. Auf das Halbjahr zusammengerechnet kommt die Domstadt auf 73.100 m², was eine deutliche Steigerung erfordert, damit die Prognose von 190.000 m² für das Gesamtjahr noch erreicht werden kann.

„Die bisherige Bilanz ist für eine Millionenstadt sehr ernüchternd und nur mit den beiden Jahren 2020 und 2023 zu vergleichen, wo man zum Schluss zumindest noch knapp über 200.000 m² landete“, vergleicht Knut Kirchhoff, Niederlassungsleiter JLL Köln. „Doch selbst dafür bräuchte es jetzt mehrere mittlere oder Großanmietungen, die im zweiten Quartal völlig ausblieben. In den drei Monaten war selbst der größte Abschluss mit 900 m² noch dreistellig.“ Der bisherige Tiefstwert für ein Einzelquartal resultiert aus dem Jahresauftakt 2024 mit immerhin noch 2.300 m².

Das Geschehen im Markt fokussierte sich auf kleine Anmietungen, denn die Zahl der Verträge ging im Jahresvergleich nur moderat um zehn auf aktuell 152 zurück. Entsprechend sank die durchschnittliche Dealgröße im ersten Halbjahr auf 482 m².

Die meiste Dynamik entwickelte im ersten Halbjahr die City, wo bei 48 Anmietungen insgesamt 31.800 m² umgesetzt wurden, was 43,5 Prozent des Gesamtflächenumsatzes entspricht. Hier wurden auch drei der vier größten Abschlüsse registriert. Dazu zählen die Deutsche Bank mit 7.000 m² in der Tunisstraße, die MSIG Europe mit 3.400 m² im Mediapark sowie der Gesamtverband der Katholischen Kirchengemeinden mit 2.100 m² am Börsenplatz. Erst mit großem Abstand folgt der Teilmarkt Ehrenfeld/Braunsfeld mit 8.100 m² beziehungsweise einem Anteil von 11,1 Prozent.

Ein kleiner Lichtblick kommt im zweiten Quartal hingegen von den Projektentwicklern. So wurden 41.000 m² neue Bürofläche fertiggestellt, nachdem es zu Jahresbeginn keine Neuzugänge gab. „Diese moderne Fläche wird dringend benötigt, doch war sie entweder für Eigennutzer bestimmt oder bei Bauabschluss bereits vergeben“, sagt Kirchhoff. „Köln fehlen nach wie vor zukunftsfähige, moderne Flächen in Toplagen, die auch höhere Mieten erzielen können.“

Die Bürospitzenmiete rangiert wie in den vergangenen vier Quartalen bei 32,50 Euro/m². Jedoch ist es nicht ausgeschlossen, dass sich die Preisschraube bis zum Jahresende nochmals um einen Euro nach oben dreht.

Quelle: JLL